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Chile

Chile, das sind die Mondlandschaften der Atacama-Wüste, die Granittürme von Torres del Paine und die Moai der Osterinsel. Ein Land wie ein Korridor, 4.000 km lang, vom Trockensten bis zum Südlichsten.

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Wann nach Chile reisen?

Beste Reisezeit: Oktober bis März (Sommer auf der Südhalbkugel)

  1. Jan30°
  2. Feb29°
  3. Mär28°
  4. Apr23°
  5. Mai19°
  6. Jun16°
  7. Jul15°
  8. Aug16°
  9. Sep19°
  10. Okt22°
  11. Nov26°
  12. Dez29°

EmpfohlenAkzeptabelNicht empfohlen· Temperatur am Nachmittag

Auf einen Blick

Beste ReisezeitOktober bis März (Sommer auf der Südhalbkugel)
Budget pro Tag90-160 € pro Tag
WährungChilenischer Peso (CLP)
SpracheSpanisch

Warum nach Chile reisen?

Chile ist für sich allein eine Geografiestunde: ein Landstreifen von mehr als 4.000 Kilometern Länge, eingezwängt zwischen Pazifik und Anden. Man reist von der trockensten Wüste der Erde bis zu den Gletschern Patagoniens und kommt unterwegs an Weinbergen, Vulkanen und Regenwäldern vorbei. Nur wenige Länder lassen einen auf einer einzigen Reise das Klima wechseln wie eine Buchseite.

Hier macht die Natur keine halben Sachen. Die Geysire von El Tatio speien im Morgengrauen ihre Fontänen, die Granittürme von Torres del Paine durchbohren den Himmel, und die Nächte in der Atacama gehören zu den sternenreichsten der Welt. Chile erlebt man unter freiem Himmel, die Kamera in der Hand und ein wenig außer Atem.

Jenseits der Landschaften wartet eine herzliche und feine Kultur. Santiago brodelt in seinen Bohème-Vierteln, Valparaíso stapelt seine bunten Häuser an den Hügeln, und überall fließt zum Aperitif der Pisco Sour. Man reist ab mit dem Gefühl, ein zurückhaltendes und doch riesiges Land erahnt zu haben.

Karte: Was liegt wo in Chile?

Die Karte zeigt die 6 Orte dieses Reiseführers, damit Sie sich die Entfernungen vorstellen und Ihre Route planen können.

  1. Atacama-Wüste
  2. Torres del Paine
  3. Santiago
  4. Valparaíso
  5. Osterinsel
  6. Chiloé

Was kostet eine Reise nach Chile?

Chile ist das teuerste Land Südamerikas, vor allem im äußersten Süden und in der Atacama. Planen Sie Spielraum für Inlandsflüge und Ausflüge ein.

ReisestilPro TagWas es abdeckt
Backpacker40-55 € pro TagSchlafsaal, Nachtbusse, Essen auf dem Markt und Empanadas von der Straße.
Komfort80-130 € pro TagDoppelzimmer, einige Inlandsflüge, Restaurants und geführte Ausflüge.
Premiumab 180 € pro TagAll-inclusive-Lodges in der Atacama oder in Patagonien und private Transfers.

Landeswährung ist der chilenische Peso; in der Stadt werden Karten überall akzeptiert, doch in der Wüste und im Süden brauchen Sie Bargeld.

Wie sicher ist eine Reise nach Chile?

Chile gehört zu den sichersten Ländern Südamerikas, doch in Santiago und Valparaíso gibt es Taschendiebstahl, vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln und an Sehenswürdigkeiten. Behalten Sie Ihre Sachen im Blick und stellen Sie keine Wertsachen zur Schau. In der Höhe der Atacama sollten Sie sich Zeit zur Akklimatisierung nehmen, um der Höhenkrankheit vorzubeugen. Pflichtimpfungen gibt es nicht, doch für Patagonien wird eine gute Reiseversicherung mit Evakuierung empfohlen.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Chile

  • Die Atacama-Wüste
  • Torres del Paine
  • Die Osterinsel
  • Santiago
  • Valparaíso

Atacama-Wüste

Atacama-Wüste
Atacama-Wüste · Marek Piwnicki / Pexels

Die trockenste Wüste der Welt erkundet man von San Pedro aus, einer staubigen, lebhaften Oase. Bei Sonnenaufgang brodeln die Geysire von El Tatio auf 4.300 Metern Höhe. Das Valle de la Luna zeigt Mondlandschaften, die sich bei Sonnenuntergang ockerfarben färben. Dank glasklarer Nächte ist sie einer der besten Orte der Erde zur Sternbeobachtung.

Torres del Paine

Torres del Paine
Torres del Paine · Marek Piwnicki / Pexels

Dieser patagonische Nationalpark ist das Juwel des chilenischen Südens. Seine drei Granittürme ragen über türkisfarbene Seen und Hängegletscher auf. Der W-Trek enthüllt in vier bis fünf Tagen die schönsten Panoramen. Sie begegnen Guanakos, Kondoren und mit Glück dem einen oder anderen Puma.

Santiago

Santiago
Santiago · Pablo García Saldaña / CC0 (Wikimedia Commons)

Die Hauptstadt breitet sich am Fuß der verschneiten Anden aus, die an klaren Tagen stets sichtbar sind. Das Viertel Bellavista mischt Street-Art, Bars und das Haus des Dichters Pablo Neruda. Vom Cerro San Cristóbal überblickt man die ganze Stadt. Märkte wie La Vega quellen über vor Obst und frischem Fisch.

Valparaíso

Valparaíso
Valparaíso · Cristian Salinas Cisternas / Pexels

Diese Bohème-Hafenstadt ist ein Labyrinth aus Hügeln, verbunden durch alte, knarrende Standseilbahnen. Die Fassaden sind mit Wandbildern bedeckt, eine Explosion von Farben. Man erklimmt die Cerros zu Fuß, über Treppen und Gassen. Abends bieten die Bars auf dem Cerro Concepción einen Blick von oben auf die Bucht.

Osterinsel

Osterinsel
Osterinsel · Miguel Cuenca / Pexels

3.700 Kilometer vor der Küste verloren, fasziniert Rapa Nui mit seinen Moai, riesigen Statuen, die landeinwärts blicken. Die Stätte Ahu Tongariki reiht fünfzehn von ihnen vor dem Pazifik auf. Im Steinbruch Rano Raraku liegen noch Dutzende unvollendete Statuen. Die Atmosphäre ist einzigartig, halb Rätsel, halb Ende der Welt.

Chiloé

Chiloé
Chiloé · Cristian Salinas Cisternas / Pexels

Dieser Archipel im Süden pflegt eine ganz eigene Identität, gehüllt in Nebel und Legenden. Seine Holzkirchen, UNESCO-Welterbe, stehen direkt am Wasser. Palafitos, bunte Pfahlbauten, säumen die Kanäle von Castro. Die einheimische Küche dreht sich um Curanto, ein Festmahl aus Meeresfrüchten, das unter der Erde gegart wird.

Wie viele Tage, und welche Reiseroute?

Planen Sie mindestens zwei bis drei Wochen ein, um die Atacama-Wüste im Norden und Patagonien im Süden ohne Hast zu verbinden.

Norden und Zentrum (10 Tage)

Zwei Tage in Santiago und Valparaíso, dann ein Flug in die Atacama für drei Nächte in San Pedro. Zum Abschluss das Casablanca-Tal und seine Weinberge vor der Heimreise.

Große Nord-Süd-Rundreise (21 Tage)

Santiago, Valparaíso und die Atacama-Wüste folgen aufeinander, dann die Seenregion und Chiloé. Die Reise endet mit einer Woche in Patagonien rund um Torres del Paine.

Intensives Patagonien (12 Tage)

Flug nach Punta Arenas, dann dient Puerto Natales als Basislager. Fünf Tage Trekking in Torres del Paine, danach ein Ausflug zum Grey-Gletscher und die Heimreise.

Anreise und unterwegs

Angesichts der Entfernungen führt kein Weg am Fliegen vorbei: LATAM und Sky verbinden Santiago mit Calama, Punta Arenas und der Osterinsel.

Fernbusse sind bequem und zuverlässig, mit Liegesitzen für Nachtfahrten.

Ein Mietwagen ist ideal in der Atacama-Wüste und der Seenregion, doch die Strecken bleiben lang.

In Santiago bedient die moderne, saubere Metro effizient die wichtigsten Viertel.

Wo übernachten in Chile?

Hostels: 15 bis 30 € pro Nacht im Schlafsaal, mehr im touristischen Süden.

Charmehotels und Pensionen: 50 bis 100 € für ein Doppelzimmer, oft mit Frühstück.

Außergewöhnliche Lodges in der Atacama oder in Patagonien: 200 € und weit mehr, alles inklusive.

Refugios und Campingplätze in Torres del Paine: von 15 € pro Stellplatz bis 80 € für ein Bett im Refugio, lange im Voraus zu buchen.

Was isst man in Chile?

Empanada de pino, ein Teigtäschchen mit Rinderhack, Ei und Olive, ein Mittagsklassiker.

Pastel de choclo, ein Maisauflauf über einer Füllung aus Fleisch und Huhn.

Meeresfrüchte von der Küste: Machas, Congrio (Meeraal), Ceviche und im Süden Curanto.

Pisco Sour, der Nationalcocktail aus Traubenbrand, Limette und Eiweiß.

Einreisebestimmungen

Deutsche, Österreicher und Schweizer reisen als Touristen ohne Visum ein, für bis zu 90 Tage, mit dem Reisepass, der laut Auswärtigem Amt bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein sollte. Bei der Einreise erhalten Sie kostenlos eine Einreisekarte (Tarjeta Única Migratoria) mit dem Datum, bis zu dem Sie ausreisen müssen. Ein Rück- oder Weiterreiseticket kann verlangt werden.

Die Bestimmungen ändern sich: Prüfen Sie vor der Reise die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts (oder Ihres Außenministeriums).

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Häufige Fragen zur Reise nach Chile

Wann ist die beste Reisezeit?

Der Südsommer von Dezember bis März ist ideal für Patagonien und den Süden. Die Atacama-Wüste lässt sich dank ihres stabilen Klimas ganzjährig besuchen. Meiden Sie für den äußersten Süden, der dann oft geschlossen ist, den Südwinter von Juni bis August.

Mit welchem Tagesbudget sollte man rechnen?

Rechnen Sie mit rund 40 bis 55 € pro Tag als Backpacker und 80 bis 130 € für mittleren Komfort. Inlandsflüge und Ausflüge in Patagonien treiben die Rechnung schnell in die Höhe.

Wie bewegt man sich im Land fort?

Für die langen Strecken zwischen Nord und Süd ist das Flugzeug unverzichtbar. Fernbusse sind hervorragend für das Zentrum des Landes. In der Atacama und der Seenregion ist der Mietwagen die beste Wahl.

Ist Chile ein sicheres Land?

Ja, es gehört zu den sichersten des Kontinents, mit verlässlicher Infrastruktur. Die Hauptrisiken sind Taschendiebe in Santiago und Valparaíso. Bleiben Sie in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Gedränge aufmerksam.

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