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Salzburg

Mozarts Stadt, zwischen zwei Hügeln unter ihrer Festung gelegen: eine barocke Altstadt mit UNESCO-Welterbestatus, gepflasterte Gassen, der Mirabellgarten und die Drehorte von The Sound of Music.

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Wann nach Salzburg reisen?

Beste Reisezeit: Mai bis September und Dezember

  1. Jan6°
  2. Feb10°
  3. Mär12°
  4. Apr14°
  5. Mai18°
  6. Jun24°
  7. Jul25°
  8. Aug24°
  9. Sep20°
  10. Okt17°
  11. Nov10°
  12. Dez6°

EmpfohlenAkzeptabelNicht empfohlen· Temperatur am Nachmittag

Auf einen Blick

Beste ReisezeitMai bis September und Dezember
Budget pro Tag90-170 € pro Tag
SpracheDeutsch

Warum nach Salzburg reisen?

Eingebettet zwischen dem bewaldeten Mönchsberg und den Ufern der Salzach entfaltet Salzburg eine der schönsten barocken Altstädte Europas, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Lange von Fürsterzbischöfen regiert, die ihren Reichtum aus dem Salzhandel schöpften, verdankt die Stadt ihre Kuppeln, gepflasterten Plätze und harmonischen Fassaden diesen bauwütigen Kirchenfürsten, die sie als kleines Rom nördlich der Alpen ersannen. Im dichten Geflecht ihrer Gassen und in der Erhabenheit ihres Doms lässt sich noch immer der Ehrgeiz einer geistlichen Residenzstadt ablesen, die mit den großen italienischen Höfen wetteifern wollte.

Salzburg bleibt vor allem die Stadt Mozarts, der 1756 in einem Haus in der Getreidegasse zur Welt kam. Dieses musikalische Erbe durchdringt die ganze Innenstadt: Konzerte in Kirchen und Palais, Musikalienhandlungen, die berühmten Pralinen mit seinem Konterfei und natürlich die Salzburger Festspiele, die jeden Sommer Musikliebhaber und große Orchester aus aller Welt anziehen. Musik ist hier keine Kulisse, sondern ein lebendiger Teil der städtischen Identität, gepflegt seit mehr als zwei Jahrhunderten.

Und schließlich ist die Stadt ein Tor zu den Landschaften des Salzkammerguts. In wenigen Dutzend Minuten lassen Sie die Barockfassaden hinter sich und gelangen zu Alpenseen, an die Berghänge geschmiegten Dörfern und den Panoramen, die dem Film The Sound of Music als Kulisse dienten. Diese Nähe von städtischem Erbe und weiter Natur verleiht Salzburg eine doppelte Identität, in der Sie mühelos vom Konzertsaal auf den Wanderweg wechseln.

Karte: Was liegt wo in Salzburg?

Die Karte zeigt die 5 Orte dieses Reiseführers, damit Sie sich die Entfernungen vorstellen und Ihre Route planen können.

  1. Salzburger Altstadt
  2. Festung Hohensalzburg
  3. Mozarts Geburtshaus
  4. Mirabellgarten
  5. Salzburger Dom

Was kostet eine Reise nach Salzburg?

Salzburg hat hohe Lebenshaltungskosten, wobei Unterkunft und Essen den Großteil des Budgets ausmachen, besonders im Sommer. Die folgenden Preise gelten pro Person und Tag, ohne Fernflüge oder -zugfahrten, und geben je nach Reisestil eine grobe Orientierung.

ReisestilPro TagWas es abdeckt
Backpacker60-90 €Eine Nacht in einer Jugendherberge oder einer einfachen Pension am rechten Ufer, Essen an Imbissständen und auf Märkten, Fortbewegung zu Fuß und mit dem Bus, einige Eintritte.
Komfort120-200 €Ein Zimmer in einem guten Hotel nahe dem Zentrum, eine Mischung aus traditionellen Lokalen und Cafés, die Festungsbahn, ein Konzert oder ein Ausflug in die Region.
LuxusAb 280 €Ein Boutique-Hotel in der Altstadt, feine Restaurants, ein Platz bei den Salzburger Festspielen, private Ausflüge und maßgeschneiderte musikalische Erlebnisse.

Der Euro ist die einzige Währung, und Kartenzahlung ist weit verbreitet, auch für kleine Beträge. Etwas Bargeld für Märkte, manche Cafés und Trinkgelder ist dennoch nützlich, wobei Trinkgelder bescheiden ausfallen (Rechnung aufrunden oder etwa 5 bis 10 Prozent geben). Geldautomaten gibt es im Zentrum reichlich.

Wie sicher ist eine Reise nach Salzburg?

Salzburg ist ein sehr sicheres Reiseziel, in dem Kleinkriminalität selten und das Stadtleben ruhig ist. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen genügen: Achten Sie an vollen Touristenorten auf Ihre Sachen, besonders während der Festspiele, und behalten Sie den Radverkehr in der Innenstadt im Auge. Die Währung ist der Euro, und Bankkarten werden fast überall akzeptiert, etwas Bargeld ist für Märkte und kleine Läden aber dennoch nützlich. Ausflüge in die Berge erfordern dagegen einen Blick auf den Wetterbericht und passende Kleidung, da sich die Bedingungen in der Höhe schnell ändern können.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Salzburg

  • die barocke Altstadt
  • die Festung Hohensalzburg
  • Mozarts Geburtshaus
  • der Mirabellgarten
  • die Sommerfestspiele

Die barocke Altstadt

Die barocke Altstadt

In eine Biegung der Salzach geschmiegt, versammelt die Altstadt den Großteil von Salzburgs Erbe auf wenigen Hundert Metern. Sie schlendern zwischen dem Residenzplatz mit seinem monumentalen Brunnen, dem Domplatz und den Durchhäusern, die unauffällig eine Gasse mit der nächsten verbinden. Pastellfassaden, Kuppeln und Glockentürme bilden ein bemerkenswert geschlossenes Ensemble, ein Erbe des goldenen Zeitalters der Fürsterzbischöfe. Das weitgehend autofreie Viertel ist wie gemacht zum Bummeln, zwischen Handwerksbetrieben, historischen Cafés und altmodischen Läden. Die Aufnahme ins UNESCO-Welterbe würdigt diese seltene architektonische Einheit, die von modernen Umbauten verschont blieb. Der natürliche Ausgangspunkt für jeden Besuch der Stadt.

Die Festung Hohensalzburg

Die Festung Hohensalzburg

Auf ihrem Felssporn thronend, ist die Festung Hohensalzburg eine der größten vollständig erhaltenen mittelalterlichen Burgen Europas. Ab dem 11. Jahrhundert erbaut und von den Erzbischöfen ständig erweitert, wurde sie nie eingenommen, was ihren außergewöhnlichen Erhaltungszustand erklärt. Sie erreichen sie zu Fuß über einen Weg oder, bequemer, mit einer Standseilbahn, die in wenigen Minuten hinauffährt. Im Inneren besichtigen Sie die Fürstenzimmer, die Kapelle, die Rüstkammern und ein kleines Museum zur Militärgeschichte des Ortes. Der Höhepunkt des Aufstiegs ist aber das Panorama: die Altstadt zu Ihren Füßen, die Salzach und in der Ferne die Wand der Alpen. An klaren Tagen reicht der Blick über das ganze Tal.

Mozarts Geburtshaus

Mozarts Geburtshaus

Mitten in der Getreidegasse, der berühmten Einkaufsstraße voller schmiedeeiserner Zunftschilder, zeigt die Hausnummer 9 eine weltbekannte gelbe Fassade. Hier wurde Wolfgang Amadeus Mozart 1756 geboren, und hier lebte die Familie viele Jahre. Das heutige Museum zeigt historische Instrumente, Briefe, Porträts und persönliche Gegenstände, die Kindheit und Ausbildung des Wunderkinds beleuchten. Die rekonstruierten Räume vermitteln eine Vorstellung vom Alltag einer Musikerfamilie im 18. Jahrhundert. Der Besuch setzt sich ganz natürlich im Mozart-Wohnhaus auf der anderen Flussseite fort. Zusammen bilden diese beiden Orte eine unverzichtbare Pilgerstätte für Musikliebhaber.

Der Mirabellgarten

Der Mirabellgarten

Im 17. Jahrhundert im Barockstil angelegt, bietet der Mirabellgarten einen der schönsten Blicke auf die Stadt. Seine geometrischen Blumenbeete, mythologischen Statuen und Brunnen sind entlang einer perfekten Achse angeordnet, die im Hintergrund die Festung Hohensalzburg einrahmt. Schloss Mirabell, heute Sitz der Stadtverwaltung, schließt das Ensemble ab und bietet in seinem Marmorsaal Konzerte. Sie begegnen Filmfans, die die Kulisse einer inzwischen legendären Musicalszene suchen. Ein Rosengarten, ein Zwergelgarten und blumenbewachsene Pergolen runden den Spaziergang ab, der kostenlos und für alle zugänglich ist. Der ideale Ort für eine grüne Pause, einen Steinwurf vom historischen Zentrum entfernt.

Die Drehorte von The Sound of Music

Die Drehorte von The Sound of Music

Der 1965 erschienene Film The Sound of Music (Meine Lieder, meine Träume) hat Salzburg und seine Umgebung zu einer der bekanntesten Filmkulissen überhaupt gemacht. Führungen zu Fuß, per Rad oder mit dem Bus bringen Besucher zu den Drehorten: dem Mirabellgarten, Schloss Leopoldskron und seinem Weiher, der Kirche in Mondsee, in der die Hochzeit stattfindet, und den Almwiesen der umliegenden Hügel. Diese Ausflüge mischen Anekdoten hinter den Kulissen, Lieder aus dem Film und die Landschaften des Salzkammerguts. Bei englischsprachigen Besuchern äußerst beliebt, bieten sie eine spielerische Art, die Region jenseits der Innenstadt zu entdecken. Auch wenn Sie den Film nicht kennen, genießen Sie die Ausblicke auf Seen und Berge. Eine leichtere, aber fest verankerte Seite der lokalen Kultur.

Wie viele Tage, und welche Reiseroute?

Salzburg lässt sich gut in zwei bis drei Tagen erkunden: ein Tag für Altstadt, Dom und Festung, ein zweiter für Mozarts Geburtshaus, den Mirabellgarten und das rechte Ufer, dann eventuell ein dritter für einen Ausflug ins Salzkammergut oder nach Hallstatt. Musikliebhaber, die zu den Festspielen kommen, sollten ihren Aufenthalt ebenso entsprechend verlängern wie begeisterte Wanderer.

2 Tage (das Wesentliche)

Tag 1: Eintauchen in die Altstadt mit Getreidegasse, Mozarts Geburtshaus, Residenzplatz und Dom, bevor Sie zum Sonnenuntergang mit der Standseilbahn zur Festung Hohensalzburg hinauffahren. Tag 2: Über die Salzach ans rechte Ufer zu Mirabellgarten und Schloss Mirabell und zum Mozart-Wohnhaus, dann ein Spaziergang am Fluss und abends ein Konzert.

3 Tage (in der Tiefe)

Folgen Sie dem Zwei-Tage-Programm und widmen Sie dann einen Tag einem Ausflug: einer Tour zu den Drehorten von The Sound of Music rund um die Seen oder einer Bahnfahrt nach Hallstatt und ins Salzkammergut. Der Abend eignet sich perfekt für ein Kammerkonzert in einem Palais oder einer Kirche der Innenstadt.

Anreise und unterwegs

Vom Salzburger Flughafen, wenige Kilometer vom Zentrum entfernt, erreichen Sie die Altstadt mit dem Stadtbus oder Taxi in etwa fünfzehn Minuten. Die weitgehend autofreie Innenstadt lässt sich komplett zu Fuß erkunden: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen auf engem Raum beiderseits der Salzach, die von mehreren Brücken überquert wird. Das dichte und pünktliche Busnetz erschließt effizient die Außenbezirke und die Ausgangspunkte für Ausflüge.

Für das Salzkammergut bleibt der Zug die einfachste und angenehmste Wahl: Regelmäßige Verbindungen führen von Salzburg in ein bis zwei Stunden nach Hallstatt, Sankt Gilgen oder Bad Ischl. Ein Mietwagen lohnt sich vor allem, um Seen und Bergdörfer frei und im eigenen Tempo zu erkunden. In der Stadt bringt er wenig, da Parkplätze in der geschützten Altstadt knapp und teuer sind.

Wo übernachten in Salzburg?

Wer in der Altstadt wohnt, erlebt Salzburg direkt neben seinem Erbe, wenige Schritte von Dom und Festung entfernt. Die Hotels hier belegen oft alte Bürgerhäuser mit echtem Charme, doch die Preise steigen schnell, vor allem während der Sommerfestspiele, wenn Sie mehrere Monate im Voraus buchen müssen. Die Ruhe der Fußgängergassen und die Nähe zu den Sehenswürdigkeiten wiegen den Preis bei einem kurzen Aufenthalt mehr als auf.

Das rechte Salzachufer rund um den Mirabellgarten und den Bahnhof bietet eine günstigere und gut angebundene Alternative, ideal für alle, die mit dem Zug anreisen. Etwas weiter vom Zentrum entfernte Viertel sowie die umliegenden Dörfer eignen sich für Reisende mit Auto, die Ruhe und mildere Preise suchen. In der Hochsaison sollten Sie unabhängig vom Budget frühzeitig buchen.

Was isst man in Salzburg?

Die Salzburger Küche schöpft aus österreichischen und alpinen Traditionen: goldbraunes Wiener Schnitzel, lange geschmortes Gulasch, Semmelknödel und saisonale Spezialitäten geben den Takt der Mahlzeiten vor. Die Süßspeise, die Salzburg wie keine andere verkörpert, die Salzburger Nockerl, ist ein luftiges Soufflé, dessen drei Spitzen an die Hügel rund um die Stadt erinnern. Biergärten und traditionelle Gasthäuser servieren diese deftigen Gerichte in geselliger Atmosphäre, oft mit einem Bier aus der Region.

Die Innenstadt hat auch viele historische Cafés, in denen Sie Mehlspeise und Kaffee ganz nach Wiener Art genießen, sowie modernere Restaurants. Die berühmten Mozartkugeln aus Schokolade, Nougat und Marzipan sind das essbare Souvenir schlechthin. Auf den Märkten und in den Gassen der Altstadt stärkt man sich zwischen den Besichtigungen gern mit einer Wurst oder einer Brezel.

Einreisebestimmungen

Für Österreicher gibt es nichts zu klären. Österreich gehört zum Schengen-Raum: Deutschen und Schweizern genügt der gültige Personalausweis beziehungsweise die Identitätskarte oder der Reisepass, ein Visum ist nicht nötig.

Die Bestimmungen ändern sich: Prüfen Sie vor der Reise die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts (oder Ihres Außenministeriums).

Häufige Fragen zur Reise nach Salzburg

Wann ist die beste Reisezeit für Salzburg?

Frühling und Frühherbst bieten angenehmes Wetter und überschaubaren Andrang. Der Sommer ist dank der Festspiele lebhafter, aber auch am vollsten und teuersten. Der Winter hat mit den Christkindlmärkten seinen Reiz, doch die Tage sind kurz und kühl.

Wie viele Tage braucht man für Salzburg?

Zwei Tage reichen, um Altstadt, Festung und die wichtigsten Mozart-Stätten zu entdecken. Ein dritter Tag lohnt sich sehr für einen Ausflug nach Hallstatt oder an die Seen des Salzkammerguts.

Muss man für die Salzburger Festspiele buchen?

Ja, die Festspiele ziehen ein internationales Publikum an, und Karten wie Hotels sind sehr früh vergeben. Planen Sie für die gefragtesten Vorstellungen und für Unterkünfte im Zentrum am besten mehrere Monate im Voraus.

Wie kommt man von Salzburg nach Hallstatt?

Am einfachsten mit dem Zug, mit einmal Umsteigen, für eine Fahrt von etwa zweieinhalb Stunden aus Bahn und Schiff über den See. Für alle, die sich nicht um Anschlüsse kümmern möchten, gibt es auch organisierte Tagesausflüge im Reisebus.

Lohnt sich der Aufstieg zur Festung?

Ja, die Festung Hohensalzburg bietet das schönste Panorama über die Stadt und die Alpen, dazu ihre historischen Räume. Die Standseilbahn erleichtert den Zugang, Sie können aber auch in etwa zwanzig Minuten zu Fuß hinaufgehen.

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