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Wien

Die Kaiserstadt der Habsburger: Schönbrunn und die Hofburg, die Ringstraße, das Belvedere und Klimts Kuss, die Oper und die historischen Kaffeehäuser. Musik und Mehlspeisen an jeder Ecke.

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Wann nach Wien reisen?

Beste Reisezeit: April bis Juni, September bis Oktober und Dezember

  1. Jan5°
  2. Feb9°
  3. Mär12°
  4. Apr15°
  5. Mai20°
  6. Jun25°
  7. Jul28°
  8. Aug27°
  9. Sep22°
  10. Okt16°
  11. Nov9°
  12. Dez5°

EmpfohlenAkzeptabelNicht empfohlen· Temperatur am Nachmittag

Auf einen Blick

Beste ReisezeitApril bis Juni, September bis Oktober und Dezember
Budget pro Tag90-170 € pro Tag
SpracheDeutsch

Warum nach Wien reisen?

Die österreichische Hauptstadt an der Donau trägt überall noch die Handschrift der Habsburger, die sie mehr als sechs Jahrhunderte lang zum Herzen eines Reiches machten, das sich über weite Teile Mitteleuropas erstreckte. Aus dieser kaiserlichen Größe hat Wien ein Erbe von seltener Dichte übernommen: Barockpaläste, Prachtstraßen, gotische Kirchen und musikalische Institutionen von Weltrang. Die historische Innenstadt, umschlossen von der berühmten Ringstraße, gehört zum UNESCO-Welterbe. Sie schlendern von einer Residenz zur nächsten, zwischen der Pracht von Schönbrunn und der Erhabenheit der Hofburg.

Wien ist auch, und vielleicht vor allem, eine Hauptstadt der Musik. Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms und die Strauss-Dynastie lebten und komponierten hier, und dieses Erbe lebt heute in den Programmen der Staatsoper, des Musikvereins und Dutzender Konzertsäle weiter. Die Wiener Kaffeehauskultur, von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt, rundet das Bild ab: Man sitzt stundenlang mit der Zeitung bei einem Stück Torte und einem Glas Wasser.

Weit davon entfernt, in seiner Vergangenheit zu erstarren, landet Wien regelmäßig unter den lebenswertesten Städten der Welt. Der bemerkenswert effiziente öffentliche Verkehr, die Parks, Märkte und Viertel mit zeitgenössischer Architektur fügen sich mühelos neben die Pracht von einst. Wenige U-Bahn-Stationen bringen Sie vom Gold der Altstadt zu den bunten Fassaden des Hundertwasserhauses oder zum Treiben am Naschmarkt. Diese Verbindung von historischer Größe und Lebensart beschreibt die Stadt am besten.

Karte: Was liegt wo in Wien?

Die Karte zeigt die 5 Orte dieses Reiseführers, damit Sie sich die Entfernungen vorstellen und Ihre Route planen können.

  1. Schloss Schönbrunn
  2. Hofburg
  3. Oberes Belvedere
  4. Stephansdom
  5. Wiener Staatsoper

Was kostet eine Reise nach Wien?

Wien ist eine westeuropäische Hauptstadt mit hohen Lebenshaltungskosten, doch das hervorragende Verkehrsnetz und das vielfältige Angebot erlauben es, das Budget anzupassen. Die folgenden Preise gelten pro Person und Tag, ohne internationale Flüge und, in der unteren Spanne, ohne Unterkunft.

ReisestilPro TagWas es abdeckt
Backpacker70-110 €Eine Nacht in einer Jugendherberge oder einer einfachen Pension, Essen auf Märkten, in Kantinen und an den Ständen des Naschmarkts, Fortbewegung mit der Tageskarte, einige Museen und Stehplätze in der Oper.
Komfort150-250 €Ein Zimmer in einem Boutique-Hotel in einem zentralen Bezirk, eine Mischung aus traditionellen Lokalen und gehobener Küche, Eintritt in Schlösser und Museen, ein Sitzplatz für ein Konzert oder die Oper.
LuxusAb 350 €Eine Suite in einem Grandhotel im 1. Bezirk, Gourmetrestaurants, private Führungen, die besten Plätze in Oper und Musikverein, maßgeschneiderte Ausflüge in die Wachau.

Österreich gehört zur Eurozone. Bankkarten werden fast überall akzeptiert, etwas Bargeld für kleine Geschäfte, manche Cafés und die Märkte ist dennoch nützlich. Ein Trinkgeld von etwa 5 bis 10 Prozent ist in Restaurants und Cafés üblich, wenn der Service gut war.

Wie sicher ist eine Reise nach Wien?

Wien zählt regelmäßig zu den sichersten Großstädten der Welt, und Sie bewegen sich hier bei Tag wie bei Nacht ohne besondere Sorgen. Gewaltkriminalität ist selten, aufpassen sollten Sie vor allem auf Taschendiebe an sehr belebten Orten: rund um den Stephansdom, in vollen Öffis, auf Christkindlmärkten und an Bahnhöfen. Halten Sie Ihre Sachen einfach nah bei sich und bleiben Sie im Gedränge aufmerksam. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind zuverlässig und gut beleuchtet, und Personal wie Einheimische helfen gern. Das Leitungswasser aus Alpenquellen ist ausgezeichnet und bedenkenlos trinkbar, Flaschenwasser müssen Sie also nicht kaufen.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Wien

  • Schloss Schönbrunn
  • die Hofburg und die Ringstraße
  • das Belvedere und Klimt
  • Wiens historische Kaffeehäuser
  • ein Konzert oder die Oper

Schloss Schönbrunn

Schloss Schönbrunn

Einst Sommerresidenz des Kaiserhofs, zählt Schloss Schönbrunn mit 1.441 Räumen hinter einer langen Fassade in Schönbrunner Gelb zu den größten Barockanlagen Europas. Rund vierzig Prunkräume sind zu besichtigen, darunter die Appartements von Kaiserin Sisi und Kaiser Franz Joseph, ausgestattet mit vergoldetem Stuck und Porzellan. Hinter dem Schloss erstreckt sich ein französischer Barockgarten mit Bosketten, Brunnen und einem Irrgarten. Oben auf dem Hügel bietet die Gloriette ein berühmtes Panorama über das Schloss und die Stadt. Im Park liegt auch der älteste noch bestehende Zoo der Welt, gegründet 1752. Buchen Sie Ihr Zeitfenster im Voraus, denn in der Hochsaison ist der Andrang groß.

Die Hofburg und die Ringstraße

Die Hofburg und die Ringstraße

Jahrhundertelang Winterresidenz der Habsburger, ist die Hofburg ein riesiger Komplex aus Höfen, Trakten und Plätzen, die Regentschaft um Regentschaft hinzukamen. Im Inneren befinden sich die Kaiserappartements, das Museum über Kaiserin Elisabeth, genannt Sisi, und die Silberkammer. Der Palast beherbergt bis heute die Spanische Hofreitschule mit ihren berühmten Lipizzanern sowie die Nationalbibliothek mit ihrem barocken Prunksaal. Rundherum verläuft die Ringstraße, der im 19. Jahrhundert anstelle der alten Stadtmauern angelegte Prachtboulevard. An ihr reihen sich einige der großen Bauten der Stadt: das neogriechische Parlament, das neugotische Rathaus, die Oper und die beiden Zwillingsmuseen. Eine Runde über den Ring zu Fuß oder mit der Straßenbahn ist ein Schnellkurs in kaiserlicher Architektur.

Das Belvedere und Klimts Kuss

Das Belvedere und Klimts Kuss

Anfang des 18. Jahrhunderts für Prinz Eugen von Savoyen erbaut, besteht das Belvedere aus zwei Barockschlössern, verbunden durch einen terrassierten Garten mit Becken und Statuen. Das Obere Belvedere beherbergt heute ein Kunstmuseum, dessen Glanzstück Der Kuss ist, Gustav Klimts berühmtestes Gemälde, mit Blattgold überzogen. Zu sehen sind auch weitere Werke des Künstlers und eine schöne Sammlung österreichischer Malerei vom Mittelalter bis zur Moderne. Der französische Barockgarten rahmt einen eindrucksvollen Blick über die Stadt. Das Untere Belvedere zeigt in den einstigen Gemächern des Prinzen Wechselausstellungen. Ein Muss für alle, die sich für die Wiener Malerei um 1900 interessieren.

Wiens historische Kaffeehäuser

Wiens historische Kaffeehäuser

Das Wiener Kaffeehaus ist nicht nur ein Ort zum Essen und Trinken, sondern eine echte Institution, von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe gelistet. Man lässt sich lange nieder, mit Zeitungen in Holzhaltern, zwischen Samtbänken, Marmor und Lustern. Das Café Central mit seinen Gewölben und Säulen und das Café Sacher, berühmt für sein geheimes Tortenrezept, gehören zu den bekanntesten. Probieren Sie die Sachertorte aus Schokolade und Marille oder den Apfelstrudel, ein warm serviertes Blätterteiggebäck mit Äpfeln. Jedes Kaffeehaus hat seine eigene Persönlichkeit und seine Stammgäste, Schriftsteller, Künstler oder Schachspieler. Zum Kaffee gehört stets ein Glas Wasser, und Sie dürfen so lange bleiben, wie Sie möchten, ohne hinauskomplimentiert zu werden.

Die Staatsoper und das musikalische Wien

Die Staatsoper und das musikalische Wien

Wien beansprucht den Titel der Welthauptstadt der klassischen Musik, und die Staatsoper ist ihr sichtbarstes Symbol. Das 1869 an der Ringstraße eröffnete Haus bietet ein Opernprogramm auf allerhöchstem Niveau, mit Vorstellungen an fast jedem Tag der Saison. Ganz in der Nähe richtet der Musikverein mit seinem Goldenen Saal das Neujahrskonzert aus, das jedes Jahr in alle Welt übertragen wird. Die Stadt ehrt ihre großen Komponisten, von Mozart über Beethoven bis zur Strauss-Dynastie, mit Museen, Wohnhäusern und Konzerten. Vorstellungen lassen sich günstig von Stehplätzen aus verfolgen, eine bei Musikliebhabern sehr beliebte Tradition. Führungen durch die Oper zeigen tagsüber die Bühne hinter den Kulissen und den Zuschauerraum.

Wie viele Tage, und welche Reiseroute?

Wien genießen Sie am besten in drei bis vier Tagen: zwei Tage für die Altstadt, die Hofburg, den Stephansdom und die großen Museen an der Ringstraße, ein ganzer Tag für Schönbrunn und seine Gärten, dann ein Tag für das Belvedere, die Kaffeehäuser und eigenwilligere Ecken wie den Prater oder das Hundertwasserhaus. Wer Oper, Museen oder Ausflüge weiter hinaus in die Wachau oder nach Bratislava liebt, sollte länger bleiben.

2 Tage (das Wesentliche)

Tag 1: das historische Zentrum mit Stephansdom, Hofburg und Kaiserappartements, dann eine Runde über die Ringstraße und eine Pause im Wiener Kaffeehaus. Tag 2: vormittags Schloss Schönbrunn und seine Gärten, nachmittags das Belvedere für Klimts Kuss, abends Oper oder Konzert.

4 Tage (in der Tiefe)

Folgen Sie dem Zwei-Tage-Programm und ergänzen Sie einen Tag für die Museen an der Ringstraße und das MuseumsQuartier sowie Märkte wie den Naschmarkt. Der vierte Tag ist freier gestaltet: der Prater mit seinem Riesenrad, die Fassaden des Hundertwasserhauses oder ein Tagesausflug in die Wachau.

Anreise und unterwegs

Vom Flughafen Wien-Schwechat, rund fünfzehn Kilometer vom Zentrum entfernt, erreichen Sie die Stadt per Regionalzug, Expressshuttle oder Taxi in höchstens dreißig Minuten. Wien hat eines der effizientesten Nahverkehrsnetze Europas, das U-Bahn, Straßenbahnen, Busse und S-Bahnen unter einem einzigen Tarifsystem vereint. Eine Tages- oder Wochenkarte rechnet sich schnell und lässt Sie unbeschwert von einem Ende der Stadt zum anderen fahren.

Die Innenstadt lässt sich bequem zu Fuß erkunden, da die meisten großen Sehenswürdigkeiten auf engem Raum rund um den Dom und die Hofburg liegen. Die Straßenbahn entlang der Ringstraße ist eine angenehme und günstige Möglichkeit, die wichtigsten Bauten zu sehen. Wien ist zudem sehr fahrradfreundlich, mit vielen Radwegen und einem Leihradsystem, praktisch für die Außenbezirke entlang der Donau.

Wo übernachten in Wien?

Der 1. Bezirk, das von der Ringstraße umschlossene historische Zentrum, bietet die prestigeträchtigste Lage, mit Grandhotels in ehemaligen Palais und den wichtigsten Sehenswürdigkeiten direkt vor der Tür. Komfort und Lage haben hier ihren Preis, dafür haben Sie eine ideale Basis, um alles zu Fuß zu erledigen. Wer charaktervolle Adressen sucht, wird die geschichtsträchtigen Häuser dieses zentralen Bezirks schätzen.

Für moderatere Preise verbinden Nachbarbezirke wie Neubau, Leopoldstadt oder Landstraße gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Grätzl-Atmosphäre und schnelle U-Bahn-Anbindung. Sie finden Boutique-Hotels, Pensionen und Apartments, oft nur wenige Minuten vom Zentrum entfernt. Bei großen Veranstaltungen, zu den Christkindlmärkten und in der Festtagszeit, wenn sich die Stadt schnell füllt, ist eine frühe Buchung dringend zu empfehlen.

Was isst man in Wien?

Die Wiener Küche beruht auf einigen großen Klassikern, die man in traditionellen Restaurants und Beisln findet. Das panierte Schnitzel, das berühmte Wiener Schnitzel, der Tafelspitz (gekochtes Rindfleisch mit seinen Saucen) und das Gulasch gehören zum Pflichtprogramm, oft in großzügigen Portionen. Auf der süßen Seite regieren Sachertorte, Apfelstrudel und Kaiserschmarrn, ein in Stücke gerissener süßer Pfannkuchen, am besten im Kaffeehaus genossen.

Der Naschmarkt, der große Freiluftmarkt im Stadtzentrum, bietet einen kulinarischen Überblick über die Stadt, mit Ständen voller frischer Produkte, Gewürze, Spezialitäten aus aller Welt und lebhaften kleinen Lokalen. Wer gesellige Stimmung liebt, zieht zum Heurigen, den Lokalen der Weinbauorte am Stadtrand, wo man den jungen Wein zu kalter Jause trinkt. Wien hat außerdem eine dynamische Gastroszene und eine große Vielfalt internationaler Küchen, ein Spiegel seiner Vergangenheit als Drehscheibe Mitteleuropas.

Einreisebestimmungen

Für Österreicher gibt es nichts zu klären. Österreich gehört zum Schengen-Raum: Deutschen und Schweizern genügt der gültige Personalausweis beziehungsweise die Identitätskarte oder der Reisepass, ein Visum ist nicht nötig.

Die Bestimmungen ändern sich: Prüfen Sie vor der Reise die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts (oder Ihres Außenministeriums).

Häufige Fragen zur Reise nach Wien

Wann ist die beste Reisezeit für Wien?

Frühling (April bis Juni) und Frühherbst (September bis Oktober) bieten mildes Klima und überschaubaren Andrang. Der Winter hat dank der Christkindlmärkte und der Musiksaison seinen eigenen Reiz, während der Sommer heiß und sehr voll sein kann.

Wie viele Tage braucht man für Wien?

Drei bis vier Tage reichen, um Altstadt, Hofburg, Schloss Schönbrunn und Belvedere zu entdecken und Kaffeehäuser und Oper zu genießen. Ein längerer Aufenthalt lohnt sich, um die Museen gründlich zu erkunden oder ins Umland zu fahren.

Sollte man Tickets im Voraus buchen?

Ja, für die beliebtesten Sehenswürdigkeiten wie Schönbrunn oder das Belvedere erspart Ihnen ein online gebuchtes Zeitfenster lange Warteschlangen, besonders in der Hochsaison. Für die Oper können Sie es auch mit Stehplätzen versuchen, die am selben Tag günstig verkauft werden.

Wie bewegt man sich in der Stadt?

Die Innenstadt lässt sich bequem zu Fuß erkunden, und das Netz aus U-Bahn, Straßenbahn und Bus erschließt den Rest der Stadt effizient. Eine Tages- oder Wochenkarte ist die günstigste Art, ohne Rechnen unterwegs zu sein.

Kann man ein Konzert besuchen, ohne sich zu ruinieren?

Ja, die Staatsoper bietet am Abend selbst sehr günstige Stehplätze an, und viele Kirchen und Säle veranstalten erschwingliche Konzerte. Die Stadt feiert ihre Musiktradition für jedes Budget.

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